LKW-Unfall, Fahrer eingeklemmt - Metallträger auf Fahrbahn

BAB A3, 06.09.2012

 

Alarm für die Feuerwehren aus Rottendorf und Kitzingen.

Schwerer Verkehrsunfall mit LKW-Sattelauflieger auf der BAB A3 nach Biebelrieder Kreuz, LKW umgekippt, Fahrer eingeklemmt!, so lautete die Alarmdurchsage um 5.44 Uhr.

 

Die Anfahrt war über die AS Rottendorf in Richtung Nürnberg. Auf der Fahrt zur Einsatzstelle kam jedoch die Meldung, dass die Einsatzstelle nur von der BAB A7 her kommend erreichbar sei und die alarmierten Kräfte sollten über die AS Repperndorf anfahren.

 

Den letzten Kilometer vor der E-Stelle bildete sich bereits ein massiver Stau, so dass die anrückenden Einsatzkräfte sich den Weg nur langsam bahnen konnten.

 

An der Einsatzstelle angekommen bot sich den Feuerwehren folgendes Bild:

 

Ein Sattelauflieger war komplett umgekippt auf dem Dach zum liegen gekommen. Das Führerhaus lag am Fahrbahnrand an der Böschung. Der Fahrer war eingeklemmt.

Der Auflieger lag ebenfalls mit den Rädern nach oben auf dem Standstreifen und der rechten Spur.

Die Ladung bestand aus 15 bis 20 schweren, ca. 15 Meter langen Stahlträgern. Diese waren quer über die Fahrspuren bis zur Mittelleitplanke verteilt auf der Autobahn.

Eine Durchfahrt bzw. Umfahrung war nicht möglich.

 

Die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Rottendorf und der Stadt Kitzingen war sehr gut.

 

Mit Rettungsspreizer und –schere wurde der in der Fahrerkabine eingeklemmte Fahrer aus dem LKW-Wrack befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Gleichzeitig wurde die Einsatzstelle mit den Lichtmasten von beiden Rüstwagen und den Löschfahrzeugen sowie mehreren weiteren Scheinwerfern ausgeleuchtet, die Einsatzstelle abgesichert und das auslaufende Diesel aufgefangen und abgestreut.

 

Da Anfangs nicht bekannt war, wieviel Diesel noch in den Tanks war, bauten die Kräfte aus Rottendorf zusätzlich noch einen Auffangbehälter auf der Standspur auf. Zur Sicherung gegen Brandgefahr wurden zunächst Handfeuerlöscher bereitgestellt. Des Weiteren nahmen die Kameraden des LF 16/12 ein CAFS-Rohr vor.

 

Nach dem Befreien des Fahrers wurde dieser an den Rettungsdienst übergeben.

 

Mit vereinten Kräften und der Seilwinde des Rüstwagens konnten die schweren Metallträger soweit zur Seite gezogen werden, dass neben der Mittelleitplanke eine Durchfahrt für die Einsatzfahrzeuge geschaffen werden konnte.

Ein Autokran eines Bergungsunternehmens wurde für die Verladung der Eisenträger an die Einsatzstelle beordert.

 

Das Landratsamt Kitzingen wurde wegen des ausgelaufenen Dieselkraftstoffes ebenfalls verständigt.

 

Die Feuerwehreinsatzkräfte verließen gegen 08.45 Uhr die Einsatzstelle.

 

Eingesetzt waren:

FF Kitzingen: 61/1; 40/1; 11/1; 10/2

FF Rottendorf: 61/1; 40/1; 21/1; 11/1

KT Stadt 2

KT Land 3

WÜ Land 3/3

Polizei

Rettungsdienst

Autobahnmeisterei

Link zum Video des Einsatzes